“Gelbwesten”-Demo in Budapest

Heute fand in Budapest eine Demo gegen das von der Fidesz geplante sog. Überstundengesetz (“túlóratörvény”) statt Video
Die Fidesz, allen voran Imre Kósa, der Bürgermeister von Debrecen, als treibender Motor, plant eine Änderung des Arbeitgesetzes dahingehend, dass Angestellte künftig verpflichtet werden sollen, statt 250 Stunden jährlich bis zu 400 Überstunden zu leisten (für BMW?). Die Opposition nennt die Novelle schlicht “Sklavengesetz”.

An dieser Demo, auf der viele in “Gelbwesten” nach neuester Pariser Mode gekleidet waren, nahmen auch zahlreiche oppositionelle Politiker wie: Tamás Harangozó (MSZP), Márta Demeter (LMP) und der frühere Ministerpräsident (bis 2009) Ferenc Gyurcsány (DK) teil. Während der Schlusskundgebung auf dem Kossuth Platz wurde der MSZP-Politiker Imre Komjáthi angeblich von der Polizei auf den Boden geworfen und wurde mit angeblichen Knieverletzungen in die Chirurigie in die Fiumer Straße eingeliefert.

Komjáthi war am Ende der Abschlusskundgebung gegenüber dem Kossuth Platz vom Rednerpodest gesprungen und mit eine roten Fahne in der Hand, dabei schreiend “lasst uns den Platz zurückerobern”, auf den eher dünn besetzten Polizeikordon vor dem Parlament zugerannt, dabei aber von der Polizei am “Besetzungsversuch” behindert worden. Bei dem anschließenden Gerangel soll der stellvertretende Parteichef der MSZP auf die Knie gefallen sein und sich dabei verletzt haben. Unter Sprechchören “mocskos Fidesz” (dreckige Fidesz) und “Orbán veschwinde” (Orbán takarodj) humpelte Komjáthi, gestützt von seinen Genossen Bertalan Tóth (Pécs) und István Nyakó, davon.

Ein Video über den “ungarischen Sturm auf die Bastille” hier.

Bericht: https://24.hu/belfold/2018/12/08/rendorok-tepertek-le-a-tuntetesen-az-mszp-alelnoket/

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